ZWISCHENLAND
Teile deinen Standort
Gruppenausstellung
13.11.– 29.11.2026
Vernissage
Freitag, 13. November 2026
Ausstellung
ZWISCHENLAND beschreibt einen Ort zwischen Gewissheit und Zweifel, zwischen Nähe und Distanz, zwischen Sichtbarkeit und Verschwinden. Diese Unschärfe ist eine produktive Zone für Dialog, Inspiration und Kunst. ZWISCHENLAND ist ein Laboratorium. Das Jahresprogramm des Waschraums erkundet Landschaften, macht auf unsere inneren Welten aufmerksam und wendet den Blick auf das Äussere. Der Waschraum selbst verkörpert das Momentum zwischen Erinnerung und Gegenwart.
Wir teilen unseren Standort. Ein kleiner blauer Punkt auf einer Karte verrät, wo wir sind, wohin wir gehen und wie lange wir bleiben. Doch wir teilen längst mehr als geografische Koordinaten. Wir teilen Momente unseres Alltags, Stimmungen, Vorlieben, Sehnsüchte und Erinnerungen. Mit jeder Nachricht, jedem Foto und jedem Klick hinterlassen wir Spuren, die weit über den physischen Raum hinausreichen. Was einst privat oder flüchtig war, wird gespeichert, ausgewertet und in Daten übersetzt. Freiwillig, beiläufig und oft unbemerkt entsteht ein digitales Abbild unserer Existenz.
Die Infrastrukturen, die unseren Alltag begleiten, erfassen diese Spuren laufend. Unsere Bewegungen werden kartografiert, unsere Interessen vermessen und unsere Aufmerksamkeit gelenkt. Was sehen wir tatsächlich selbst, und was wird bereits für uns vorausgewählt? Welche Entscheidungen treffen wir, und welche werden von unsichtbaren Prozessen vorbereitet?
In diesem Spannungsfeld zwischen Tracking, algorithmischer Einflussnahme und der permanenten Aufforderung zur Sichtbarkeit entsteht eine Gegenwart, in der Anwesenheit zunehmend performativ wird. Orientierung erscheint nicht mehr als fester Bezugspunkt, sondern als etwas Vorläufiges, das sich mit jedem Update, jeder Bewegung und jedem neuen Datenstrom verschiebt.
ZWISCHENLAND ist ein Raum ohne eindeutiges Zentrum. Hier treffen physische und synthetische Realitäten aufeinander, durchdringen sich und erzeugen neue Erfahrungsräume.Der Standort, von dem die Ausstellung ausgeht, ist deshalb nicht allein geografisch zu verstehen. Er ist zugleich sozial, emotional, körperlich und digital.
Der Waschraum selbst ist ein Ort des Dazwischens. Die historische Architektur mit ihren gefliesten Dusch- und Badekabinen, den Türen und nach oben offenen Strukturen schafft eine besondere räumliche Situation: ein Nebeneinander von Abgrenzung und Offenheit, von Intimität und Öffentlichkeit, von Rückzug und Durchlässigkeit.
Künstler:innen
Laura Badertscher, Laura Chalabi, Johanna Dembinski, Silvie Noemi Demont, Daniela Monica Sara Eberle, Beate Frommelt & Carla Hohmeister, Caroline Fuss, Maryam Ghasemi, Amina Giger, Robin Gommel, Manuela Hitz, Luca Hofmann, Tobias John, Alparslan Kabasakal, Peter Kradolfer, Niloufar Krage, Ilia La Belle, Celia Längle, Ming Lu, Lukas Matuschek, Stella Pfeiffer, Claudius Seiter, Jens Sundheim, Pinelopi Triantafyllou, Agrina Vllasaliu, Anja Wiese, Yue Wu, Stefan Zerwas.
Programm
Vernissage: Freitag, 13. November 2026
Finissage: Sonntag, 29. November 2026
Öffnungszeiten: jeweils Freitag bis Sonntag
Rahmenprogramm: Mehr Infos in Herbst 2026