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POP UP 02
Through The Looking-Glass

16.- 19.04.2026

Simon Heusser
Víctor Olmos
Alicia Olmos Ochoa


Vernissage
Donnerstag, 16. April 2026 ab 18 Uhr

Öffnungszeiten
Donnerstag 18-22 Uhr (Vernissage)
Freitag    11-17 Uhr
Samstag    11-17 Uhr
Sonntag    11-17 Uhr

Rahmenprogramm

Führungen durch die Ausstellung  
Samstag & Sonntag um 14Uhr


Der Frühling steht vor der Tür, und der Waschraum begrüsst die neue Jahreszeit mit seiner zweiten Pop-up-Ausstellung des Jahres: «Through the Looking-Glass», ein Titel, inspiriert vom gleichnamigen Kinderroman und der Fortsetzung von «Alice’s Adventures in Wonderland» von Lewis Carroll, in dem Alice durch einen grossen Spiegel in eine fantastische Welt zurückkehrt. Durch diese poetische und metaphorische Linse lädt der Waschraum drei Künstler:innen ein, ihre Arbeiten im Dialog zu präsentieren: Simon Heusser (Skulptur und Druckgrafik), Víctor Olmos (Malerei) und Alicia Olmos Ochoa (Fotografie).

Die Arbeit von Víctor Olmos ist stark von seiner Erfahrung als Architekt geprägt und lässt sich von malerischen Techniken inspirieren, die im Laufe der Kunstgeschichte entwickelt wurden. Im Zentrum stehen das Zusammenspiel von Licht und Schatten, Tiefe und Schichtung von Motiv und Hintergrund sowie Massstab und Perspektive. In seinen Gemälden spielt der spanische Künstler mit Spiegelungen in Fenstern und Fassaden und mit der Idee des Beobachtens und Rahmens von Details in Landschafts- und Stadträumen auf harmonische Weise. Bei genauer Betrachtung öffnen sich Türen, die durch Perspektive und Reflexion auf unsichtbare Elemente verweisen.

Sehen und gesehen werden ist zentral für das Verständnis der Fotografie. Alicia Olmos Ochoa greift diesen Gedanken in ihrer Fotoserie auf, die eine gewisse Poesie und einen Hauch von Humor in sich trägt: Die Limmat, ihr Wasser und ihre Reisenden sowie das Kornhaus Zürich als Metapher für Selbstwahrnehmung, Beobachtung und Überwachung sind zentrale Elemente ihrer Arbeit – fantastische und eigenwillige Elemente eines Zürcher Wunderlands.

Die grosse installative Spiegelarbeit des Schweizer Künstlers Simon Heusser wirkt zugleich geheimnisvoll und einladend. Sie ist ein Portal in die Ausstellung, Alices Durchgang in eine abstrakte Welt der Reflexionen. Ihre aufrechte Präsenz und Spiegelhaftigkeit zielen darauf ab, den Zugang der Betrachtenden zum Ausstellungsraum des Waschraums, seiner Architektur und Umgebung zu beeinflussen. Der Spiegel ist von abstrakten Formen in dunklem Grün gerahmt. Die Herstellung dieses Pigments ist aufwendig und basiert auf überschüssigen Algen, was ökologische und ästhetische Fragen der Produktion aufwirft. Das Pigment findet sich auch in seinen lebendigen Monotypien wieder, die abstrakte Formen der Algenpflanze zeigen, unter anderem aus dem Wasser des Zürichsees.

SIMON HEUSSER



Ausgehend von seiner druckgrafischen Praxis entwickelt Simon Heusser ortsspezifische Skulpturen und Rauminterventionen für den öffentlichen Raum, die auf Architektur reagieren und das Verhältnis von Mensch und Natur thematisieren. Die Oberflächen sind mit Algenfarben lackiert, die er aus Seen und Meeren gewinnt und zu Pigmenten verarbeitet, wodurch den Arbeiten eine ökologische Dimension zukommt. Organische Formen, Spiegelungen und Farbsetzungen verbinden Material, Umgebung und Wahrnehmung zu ortsgebundenen Arbeiten.

Er stellt national und international aus, realisiert Rauminterventionen im alpinen und urbanen Kontext und ist in öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten. Heusser lebt und arbeitet in Zürich.

VÍCTOR OLMOS



Víctor Olmos, Dr. Architekt aus Madrid, widmet einen Teil seiner Zeit der Malerei – manchmal versteht er sich eher als Maler, der sich auch der Architektur widmet. Seine architektonische Karriere umfasst die Umsetzung internationaler Wohn-, Bildungs- und öffentlicher Projekte sowie Sanierungen, ergänzt durch langjährige Erfahrung als Professor für Entwurfsprojekte.

In seinen Landschaften, Stadtansichten und Porträts arbeitet er mit Bildausschnitten, Blickwinkeln, Komposition, Farben und Formen. Er analysiert Volumen, Beziehungen und innere Strukturen, um Atmosphären zu schaffen, und nutzt die Wirkung von Licht und Schatten, Transparenzen, Reflexionen und Spiegelungen.

Seit 2013 lebt und arbeitet er in Feldkirch, Österreich.

ALICIA OLMOS OCHOA



Alicia Olmos Ochoa ist Fotografin aus Madrid, mit Wohnsitz in Zürich. Ihre Arbeit verbindet Dokumentarfotografie mit einem starken erzählerischen Ansatz und versucht, intime Momente und poetische Bildwelten in den Mittelpunkt zu stellen. 

In ihrer Fotografie erforscht sie, wie Geschichten durch Komposition, Stimmung und Nuancen von Farbe und Form erzählt werden können. Ihre Leidenschaft für Raum, Zusammenhänge und die Wirkung von Werken in einem konkreten Kontext spiegeln sich subtil in der Art und Weise, wie sie Serien aufbaut und Szenen gestaltet.
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